Herbst,  Kunst,  Tipps

Galerienabend

REGENSBURGER GALERIENABEND!

Am Samstag, den 21. September findet, wie jedes Jahr im Frühherbst, der Regensburger Galerienabend statt. Einen Abend lang, von 18.00 Uhr bis 23.00 Uhr, hat das Publikum die Gelegenheit die Regensburger Galerien-Szene zu erkunden und Kunst zu bestaunen. 14 Kunstgalerien, Schmuckgalerien und Kunstvereine stellen zeitgenössische Positionen des Kunstschaffens vor. Alle 14 Standorte kann man wunderbar bei einem Streifzug durch die Innenstadt entdecken.

Hier die Übersicht:

Stadtkunst (Nummer 1) / Prüfeninger Str. 3

Ausstellung Birhte Blauth: Universal Noise | Videoarbeiten, Installationen, Zeichnungen und Objekte zwischen Chaos und Sinn

Die Stadtkunst in der Prüfeninger Straße 30 und der Neue Kunstverein am Schwanenplatz 4 bringen mit den Künstlerinnen Birthe Blauth bzw. Adidal Baou-Chamat Arbeiten hoch angesehener Video- und Konzeptkünstlerinnen nach Regensburg. Birthe Blauth beschäftigt sich mit den Mustern und Gesetzen, nach denen wir wahrnehmen, unser Umfeld strukturieren und unsere Kultur entwickeln. Dazu gehört auch, wie überhaupt Naturgesetze und Strukturen entstanden, ob die Welt auch ganz anders sein könnte und ob und welche Freiräume wir innerhalb dieser Strukturen haben. Sie geht mit künstlerischen Mitteln grundlegenden Fragen der Philosphie nach. In der Ausstellung „Universal Noise“ wird Birthe Blauth mit Videoarbeiten, Installationen, Zeichnungen und Objekten die Stadtkunst in eine Noiselandschaft zwischen Chaos und Sinn verwandeln.

Birthe Blauth (Still Collective Dreams PR)

Kunstkontor Westernwacht (Nummer 2) / Weintingergasse 4

Ausstellung: Willi Ulfig: Winterbilder | Lyrisch-expressive Empfindungsmalerei, tiefsinnig mystische Winter-Welten, die erfüllt sind von meditativer Gelassenheit.

Im Kunstkontor Westnerwacht in der Weintingergasse 4 zeigt Emanuel Schmidt die sorgfältig kuratierte Schau “Winterbilder” des großen Malers Willi Ulfig (1910-1983). Das künstlerische Schaffen des mit vielen Preisen ausgezeichneten Malers ist geprägt von der Auseinandersetzung mit den grundlegenden Entwicklungen der Moderne. Ulfigs ganz kompromisslos eigenständige Bildsprache bezieht sich auf diese Strömungen und verwandelt sie in lyrisch-expressive Empfindungsmalerei, die sanft und melancholisch, freundlich und tiefsinnig mystisch eine innere Welt beschreibt, die erfüllt ist von meditativer Gelassenheit.
Die Galerie: Die von Kunsthistoriker Emanuel Schmid 1995 in einem frühbarocken Speichergebäude gegründete Galerie hat ihren Schwerpunkt in der Präsentation hochwertiger figurativer zeitgenössischer Kunst mit bisher über 70 Ausstellungen. Neben der ständigen Vertretung von 15 lebenden Künstlern verwaltet sie den gesamten Nachlass von Willi Ulfig (1910-1983), eines bedeutenden Angehörigen der sogenannten „Verschollenen Generation“, und hat den deutschlandweit umfangreichsten Bestand an grafischen Arbeiten des aus Regensburg stammenden wichtigen Expressionisten Josef Achmann (1885-1958) im Programm.

Emanuel Schmid, Kunstkontor-Westnerwacht (Foto: Holger Riegel)

Kunst- und Gewerbeverein (Nummer 3) / Ludwigstraße 6

Ausstellung: 93. Jahresschau

Einen umfassenden Überblick über die Kunstszene Ostbayerns bietet die aktuelle Jahresschau des Kunst- und Gewerbeverein in der Ludwigsstraße.

Martin Wittwer (Nummer 4) / Gesandtenstraße 16

Ausstellung Dirk Bonnmann: Recycling hoch drei | Analoge experimentelle Fotografie

Freunde der Technik und Fotografie werden in der Schmuckgalerie Martin Wittwer in der Gesandtenstraße 16 fündig: Hier zeigt Dirk Bonnmann seine experimentellen Arbeiten “Recycling Hoch Drei”. Diese Serie besteht aus Motiven von Recyclingmaterialien, die auch unter Verwendung analoger Fotogeräte entstanden. Die digitale Bearbeitung generiert etwas völlig Neues.

Art Affair (Nummer 5) / Neue Waaggasse 2

Ausstellung: Anna Bocek: colors & emotions

Auch Anna Bocek ist auf dem internationalen Kunstmarkt längst eine feste Größe. Für Regensburg hat sie Galerist Karl-Friedrich Krause entdeckt. Anna Boceks Welt ist die der Farben und der Emotionen. Der Kontrast der Farben, die Dynamik des Farbauftrags und die ausdrucksstarken Portraits entfalten eine Intensität, der man sich nicht entziehen kann. Die in der Galerie Art Affair in der Neuen Waaggasse 2 gezeigten Arbeiten aus den Serien ATACAMA und ENSUEÑOS entstanden im Jahr 2019, in Reflexion ihrer Reise nach Südamerika. Neu ist, dass Anna Bocek das Element der Natur erstmals in ihre farbenprächtige, kontrastreiche Malerei einbindet, als Chiffre für ungezähmtes wildes Wachstum. Artist Talk ab 19 Uhr.
Die Galerie ART AFFAIR zeigt moderne Kunst in gotischen Räumen. Hier kann man sich in die expressiven Portraits von Anna Bocek verlieben, international gefragte Objektkunst von Willi Siber aus der Nähe betrachten oder sich mit den Tierkreiszeichen-Skulpturen von Markus Lüpertz anfreunden. Seit 15 Jahren bringt der Galerist Karl-Friedrich Krause aufregende junge und bekannte Künstler in die Welterbestadt. Mit deren Werken lohnt sich eine „Art Affair“.

Anna Bocek beim Galerienabend (Copyright: Anna Bocek)

Artspace Erdel (Nummer 6) / Fischmarkt 3

Ausstellung: Susanne Neumann: in Bewegung | Malerei, Fotografie und Objektkunst rund um das Thema Mobilität

Die Künstlerin Susanne Neumann aus Waldsassen ist eine begnadete Geschichtenerzählerin. Im artspace Erdel am Fischmarkt 3 und im angegliederten Schaulager Am Schallern 4 präsentiert sie unter dem Titel “in Bewegung” brandneue Arbeiten rund um das Thema Mobilität. In farbintensiven, figurativen Acrylbildern, Fotografien und Objekten setzt Susanne Neumann eines der Grundmuster des Menschseins in Szene. Für sie selbst ist das “in Bewegung sein” die große Konstante in ihrem Leben. Mit Anfang zwanzig zog sie zum Kunststudium nach Florenz, lernte Daniel Spoerri kennen, leitet heute als Vizepräsidentin seinen Skulpturengarten “Il Giardino” in Seggiano und betreibt neben ihrem Hauptwohnsitz in Waldsassen auch ein Atelier in Wien und entwickelt Kunstprojekte. Susanne Neumann ist eine sensible Beobachterin und eine mutige Künstlerin am Puls der Zeit. Sie begreift Kunst als Inszenierung, die Gedanken in Bewegung bringt.

Susanne Neumann in Bewegung 2019

Die Galerie: Längst kein Geheimtyp mehr: seit 2005 zeigt Wolf Erdel im artspace Erdel am Fischmarkt 3 und seit diesem Jahr auch im Schaulager am Schallern 4 zeitgenössische Kunst. In enger Zusammenarbeit mit den Künstlern der Galerie entstehen Ausstellungen zu Themen an den Schnittstellen zwischen Kunst, Wissenschaft und Gesellschaft – oft speziell für den Galerieraum im historischen Gebäude konzipert. Malerei, hochwertige Grafik und theatrale Präsentation verbinden sich zu Präsentationen, in denen die Freude am künstlerischen Experiment nachvollziehbar wird.

Wolf Erdel (Foto: Antonia Kienberger)

Galerie Hammer (Nummer 7) / Untere Bachgasse 6

Ausstellung: Christoph N. Fuhrer ;  Lisa Liepelt

In der Galerie Hammer – bekannt für die französische Malerien Hélène de Beauvoir – sind zwei junge Künstler zu entdecken: Lisa Liepelt und Christoph N. Fuhrer. Der in Bern geborene und in Berlin lebende Zeichner beschäftigt sich in seinem aktuellen Schaffenszyklus mit Wachstum in all seinen verschiedenen Erscheinungsformen. Seine an die Popart erinnernden Aquarelle sind ein starker sinnlicher Gegenpol zur immer oberflächenorientierteren digitalen Bilderwelt. Lisa Liepelt ist in Regensburg geboren und studiert derzeit Bildende Kunst an der HfBK in Dresden. Unter dem Titel “Ich glaube nicht an Handgepäck” zeigt sie Zeichnungen, Grafiken und filmische Studien.

Kunstkabinett (Nummer 8) / Untere Bachgasse 7

Ausstellung: Andreas Amrhein ; Julius Weiland | Doppelausstellung mit figurativer Malerei und Glasskulpturen

Das Kunstkabinett in der Unteren Bachgasse 7 zeigt Glasobjekte des jungen Künstlers Julius Weiland aus Lübeck. Beeinflusst durch die Studio-Glas Bewegung aus den USA, entwickelte er seine ganz eigene Methode der Glasbearbeitung. Seine Arbeiten sind von einem sehr freien Umgang mti dem Material geprägt, bei dem sowohl Zufall und Prozess, als auch das Dekorative ein große Rolle spielen. Ebenfalls zum ersten Mal zeigt die Galeristin Marianne Schönsteiner-Mehr die Arbeiten des Künstlers Andreas Amrhein. In seinen stark farbigen Arbeiten setzt er Zeichnung neben Malerei, mischen sich abstrakte Ideen und Ornament, schwungvolle Geste mit dreidimensional gearbeiteter Figuration.
Die Galerie: Das KUNSTKABINETT ist eine Galerie für Moderne Kunst seit 1979, im Herzen der Altstadt mit eine Ausstellungsfläche von über 100 qm. Das Angebot reicht von der Klassischen Moderne bis zur zeitgenössischen Avantgarde wie z.B.: Antoni Tàpies, Günther Uecker, A.R. Penck, Eduardo Chillida, Mel Ramos, Helge Leiberg, Elvira Bach, Paul Flora, Manfred Sillner.

Die Galeristin Marianne Schönsteiner-Mehr

Galerie Hannah (Nummer 9) / Hinter der Grieb 9

Ausstellung “jedem Anfang wohnt ein Zauber inne” | Autorenschmuck von Helen Friesacher-Borst,, Juliane Schölß, Pia Duppich

Die Ausstellung zum Galerienabend wird die erste Vernissage in den neuen Räumen sein. Die Galerie brigitte berndt wird zur Galerie hannah. Hannah Rembeck übernahm die Galerie brigitte berndt zum 01.08.19. Wegen einer extremen Mieterhöhung kommt zu dem Inhaberwechsel auch noch ein Standortwechsel. Die neue Adresse lautet: Hinter der Grieb 9, 93047 Regensburg.

Die jüngste Galeristin Hannah Rembeck

Galerie Andrea Madesta (Nummer 10) / Wahlenstraße 3

Ausstellung Ottmar Hörl: Souvenir

Der für seine Skulptureninstallationen bekannte Künstler Ottmar Hörl präsentiert in der Galerie Andrea Madesta, Wahlenstraße 3, Miniaturen des Regensburger Doms. Otmar Hörl möchte mit seiner Konzeptkunst Impulse setzen. Er fordert von sich als Künstler, eine Idee zu entwickeln, die weiter geht als nur ein Förmchen irgendwo hinzusetzen. Die Idee muss versuchen, das zeitgenössische Denken auf den Punkt zu bringen, von dem aus dann die Menschen ihre ganz persönliche Struktur entwickeln können.

Galerie Isabelle Lesmeister (Nummer 11) / Obermünsterstraße 6

Ausstellung: Mathias Hornung: Crypto Codes | Kunst, Holzreliefs zwischen Fläche und Raum und Papierarbeiten

Unter dem Titel “Crypto Codes” präsentiert die Galerie Isabelle Lesmeister in der Obermünsterstraße 6 den Künstler Mathias Hornung. Die Grundlage seiner Arbeiten bilden rechtwinklige Raster, mal druckgrafisch auf Papier, mal dreidimensional auf Holz und mit kraterähnlichen Vertiefungen, welche das gleichmäßige Muster aus dem Lot zu bringen drohen. Dem zugrundeliegend ist die metaphorische Behaftung des Rasters als Gleichmäßigkeit und Ordnung stiftendes Mittel. Als Orientierungshilfe sollen sie vom Verfallen in Chaos und Ungleichgewicht bewahren. Topografie und Bewegung in Zeit und Raum werden durch solche Raster kontrolliert gegliedert – jedoch ist dieses theoretische Konstrukt zwangsläufig immer mit Ungleichmäßigkeiten und Störungen durchzogen: Vertiefungen und Furchen deuten den Beginn von Unkontrollierbarkeit und Chaos bereits an.
Die Galerie: Die GALERIE ISABELLE LESMEISTER wurde von der Kunsthistorikerin Dr. Isabelle Lesmeister Ende 2010 als Galerie für zeitgenössische Kunst in Regensburg gegründet. Das Ziel der Galerie ist es, junge, nicht arrivierte Künstlerinnen und Künstler zu fördern.
Neben nationalen und internationalen Messeauftritten werden pro Jahr in ca. fünf bis sechs Wechselausstellungen Arbeiten aus den Bereichen Malerei, Grafik, Objekt, Skulptur und Fotografie gezeigt, wobei besonderer Wert auf innovative Bildsprache und außergewöhnliche Technik gelegt wird. Ein bewusster Bezug zur Kunstgeschichte, ihren verschiedenen Genres und Bildthemen, und der Einsatz von alten, traditionellen Techniken zur Realisierung der Kunstwerke machen die Einzigartigkeit des Schaffens der Künstler der Galerie aus.

Dr. Isabelle Lesmeister (Foto: Holger Riegel)

Galerie Konstantin B. (Nummer 12) / Am Brixener Hof 1

Ausstellung: Kathrin Schneider: Vis-à-vis | Malerei zwischen Räumlichkeit und Fläche, die den Bildraum bis hin zur Abstraktion auslotet.

In der Galerie Konstantin B. Am Brixener Hof 11 debütiert Kathrin Schneider (*1982) aus Mannheim. In ihrer abstrakten, stark gestischen Malerei lotet die junge Künstlerin die Möglichkeiten von Räumlichkeit und Fläche aus. Techniken wie Kratzen und Schürfen unterstützen die Haptik der Bildoberfläche und vertiefen den sinnlichen Charakter ihrer Arbeiten.

Neuer Kunstverein (Nummer 13) / Schwanenplatz 4

Ausstellung: Adidal Abou Chamat | Videoarbeiten, installationen, Cooagen und Zeichnungen zum Thema ethnische kulturelle Differenz

Die deutsch-syrische Künstlerin Adidal Abou-Chamat (*1957 in München) setzt sich seit längerer Zeit in ihren Foto-und Videoarbeiten, sowie in Installationen und großen Collagen und Zeichenserien mit geschlechtsspezifischen und westlichen Projektionen, Rollenbildern und Klischees in Bezug auf ethnische, kulturelle Differenz auseinander. Dabei schreckt sie vor Provokationen nicht zurück. Sie zeigt Frauen mit Sprengstoffgürteln oder Balletttänzerinnen im Ganzkörperschleier. Ihr Ziel ist es, Identitätsmechanismen aufzudecken.

Stadelgalerie (Nummer 14) / Andreasstraße 28

Ausstellung: Barbara S. Höcherl: Struggling | Objekte und Installationen zu den Themen Umwelt, Materialität, Vergangenheit, Tradition und soziale Strukturen

Die junge Künstlerin Barbara Sophie Höcherl (*1983 in Wörth an der Donau) erfindet sich immer wieder neu. Für die Ausstellung in der Stadelgalerie im Künstlerhaus Andreasstadel, Andreasstraße 28, schuf sie Objekte und Installationen zu den Themen Umwelt, Materialität, Tradition und sozialen Strukturen.

Kunst gibt es am 21. September außerdem im Künstlerhaus Andreasstadel:
Der „Kunstkaufladen“ findet von von 15.00 bis 23.00 Uhr statt.

Vielen Dank an Dr. Antonia Kienberger für die Texte
zu den Ausstellungen & Galerien!

Dr. Antonia Kienberger, TExT. PR + MARKETING

Weitere Informationen unter www.regensburger-galerienabend.de

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