Beate Teresa Hanika
Interview,  Literatur

Interview mit Beate Teresa Hanika

EIN PAAR FRAGEN AN…die Regensburger Autorin Beate Teresa Hanika

Seit ihrem zehnten Lebensjahr schreibt die gebürtige Regensburgerin Beate Teresa Hanika Geschichten und Gedichte. Da wundert es nicht, dass sie bereits 11 Bücher veröffentlicht hat.
Sie ist nicht nur Schriftstellerin, sondern auch Fotografin und hat früher als Model gearbeitet.
Ihr Debütroman „Rotkäppchen muss weinen“ wurde mit dem Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis ausgezeichnet und für den Deutschen Jugendliteraturpreis  nominiert. Ihr Buch „Das Marillenmädchen“ war ihr erster Roman für Erwachsene – die Berliner Zeitung urteilte: „Ein berührendes Buch“.
Gerade ist ihr neuer Roman „Vom Ende eines langen Sommers“ im btb-Verlag erschienen.

Am 23. November 2018 liest die Schauspielerin Meike Fabian aus dem Buch im Hotel Orphée. Die Autorin Beate Hanika wird natürlich auch da sein.
Wir haben der sympathischen Regensburgerin ein paar Fragen gestellt:

RegensburgNow: Liebe Beate,

Was waren Deine bisherigen Lebensstationen?
Ich bin in Regensburg geboren und in Burglengenfeld aufgewachsen. In meiner Zeit als Model war ich in Paris, Mailand, London, Berlin und Wien unterwegs. Mit 27 habe ich geheiratet, bin seßhaft geworden und habe zwei Kinder bekommen. Gleichzeitig ist mein erstes Buch „Rotkäppchen muss weinen“ bei Fischer erschienen. Seitdem ist jedes Jahr ein Buch von mir oder in Zusammenarbeit mit meiner Schwester Susanne Hanika- die auch Autorin ist-  erschienen. Seit diesem Jahr habe ich meine zweite Leidenschaft, tanzen, zum Beruf gemacht und arbeite als Trainerin bei Rock`n Pole Regensburg. Das Schreiben, das Tanzen, meine Kinder und meine Tiere füllen meine Tage komplett aus und machen mich sehr glücklich und zufrieden.

Drei Charaktereigenschaften mit denen Du Dich spontan beschreiben würdest:
geduldig, ausdauernd, neugierig

Was magst Du besonders an Regensburg?
Regensburg ist die schönste Stadt der Welt 😉 ich bin unglaublich froh hier leben zu dürfen. Es gibt diese wunderschöne Altstadt mit Kneipen und kleinen Geschäften, Cafes und Plätzen an denen man im Sommer sitzen und ein Glas Wein- oder mehrere- trinken kann. Ich liebe es an der Donau zu sitzen oder im Sommer zu baden oder mit meinen Hunden dort spazieren zu gehen. Ich schätze auch die Regensburger, obwohl sie oft etwas brummelig sind. Am liebsten mag ich Stadtamhof. Dort ist es im Sommer nicht ganz so überlaufen und jeder kennt irgendwie jeden.

Gibt es etwas, was Du weniger an Regensburg magst?
Die nebeligen Winter. Wenn man wochenlang die Sonne nicht sieht. Ich hoffe, dieser Winter wird anders…

Kürzlich ist Dein neuer Roman „Vom Ende eines langen Sommers“ erschienen. Worum geht es in Deinem neuen Buch?
Im Grunde geht es um den Abschied von der eigenen Mutter. Eingebettet ist die Geschichte in das Setting der nördlichen Toscana. Ich erzähle von Marielle und ihrer Mutter, die als junges Mädchen während des Endes des zweiten Weltkrieges den Aufstandes der Partisanen in den Bergen der Toscana miterlebt hat.

Hast Du eigentlich ein Lieblingsbuch?
Ich lese nicht sehr viel. Nein, ich glaube ich habe kein absolutes Lieblingsbuch.

Du bist auch Fotografin. Was fotografierst Du gerne?
Momentan fotografiere ich fast ausschließlich Tänzerinnen.

Was magst Du an Deiner Arbeit besonders?
Die freie Zeiteinteilung. Kann aber auch ein Fluch sein, wenn ich Durchhänger habe und das Schreiben vor mir herschiebe. Dann brauche ich ot meine Schwester, die mir dann in den Hintern tritt. Vor allem bei gemeinsamen Projekten.

Woher holst Du Dir Inspiration zum Schreiben?
Aus dem Tanzen und der Natur. Ich bin viel zu Pferd unterwegs. Die Stille in den Wäldern bringt oft die besten Ideen zu Tage.

Die Regensburg-Frage: Knackersemmel oder Prinzess-Pralinen?
Weder noch. Eher Birchermüsli im Orphee 🙂

Hast Du einen Lieblingsautor / Autorin?
Früher war es John Irving. Er hat mich sehr inspiriert. Deutsche Autoren mag ich nicht besonders. Oft schreiben sie mir zu trocken und deprimerend. Ich bin eher für Happy Ends. Das macht mich als Leser glücklicher.

Beschreib Regensburg bitte kurz in Deinen eigenen Worten:
Regensburg hat ein offenes Herz. Ich hoffe das bleibt auch in Zukunft so. 

Was ist Dein Lieblingsort oder Lieblingsplatz in oder um Regensburg?
Da kann ich mich gar nicht entscheiden. Es gibt so viele schöne Orte. Aber das Orphee gehört definitiv dazu. Morgens ein schneller Kaffee an der Bar und der Tag fängt gut an.

Was ist Dein nächstes Projekt?
Mein nächstes Buch wird gerade in meinem Kopf zusammengesetzt. Wenn es soweit ist, setze ich mich hin und schreibe es auf.

Liebe Beate, vielen Dank für Deine Antworten! Am Freitag, den 23.11.2018 findet im Hotel Orphée die Lesung aus dem neuen Roman
„Vom Ende eines langen Sommers“ statt. Beginn ist um 20.00 Uhr, der Eintritt kostet 11,00€.

Beate Hanika