cinEScultura Regensburg
Kultur

cinEScultura

SPANISCHES FILM- & KULTURFESTIVAL

// 28. April bis 08. Mai 2022 //

Schon zum 15. Mal findet das spanische Film- und Kulturfestival cinEScultura in Regensburg statt. Seit 2008 gestaltet cinEScultura mit einem vielfältigen Programm das kulturelle Leben rund um Regensburg und ist im deutschsprachigen Raum einzigartig. Zum Festivalprogramm gehören eine abwechslungsreiche Mischung aus Kurz- und Langfilmen, Konzerten, Ausstellungen sowie Filmgesprächen.

Filmland Katalonien: PRIMA DONA CATALANA und DOC CAT und als Extra SHORT CAT

Das hochkarätige Filmprogramm zum 15. Jubiläum des spanischen Film- und Kulturfestivals cinEScultura beginnt am 28. April 2022 um 18.00 Uhr mit dem Gewinnerfilm der diesjährigen Berlinale: „Alcarràs“ von Carla Simón. cinEScultura darf den Film (OmeU) vor dem offiziellen Filmstart in Deutschland in der filmgalerie Leerer Beutel zeigen!

Der Film handelt von einer katalanischen Familie, die ihren Sommer auf der eigenen Pfirsichplantage verbringt. Die überwältigende wilde Naturlandschaft Kataloniens bildet einen scharfen Kontrast zur familiären Enge. Es sind Zeiten des Wandels, jedes Familienmitglied sucht nach seinem Platz, nach seiner neuen Rolle.

„ALCARRÁS“ ausgezeichnet mit dem Goldenen Bären für den besten Film

In der gleichen Sektion PRIMA DONA CATALANA  zeigt cinEScultura am 1. und am 6. Mai eine weitere deutsche Vorpremiere: „Sechs Tage unter Strom – Unterwegs in Barcelona“ (2021, OmdtU) der Regisseurin Neus Ballús. Vom ersten Tag an hat Moha mit den Vorurteilen seiner neuen Kollegen und Kunden zu kämpfen. Sie zweifeln an seinen Fähigkeiten als Klempner und misstrauen ihm wegen seiner Herkunft. Reichen sechs Tage Probezeit aus, um sich zu bewähren und Wertschätzung zu erfahren?

Weitere Highlights:
Zwei Filmgespräche mit den Regisseurinnen Ainhoa Rodríguez am 2. Mai bzw. Judith Colell am 5. Mai. Der Film „Mighty Flash“ (2021, OmdtU) von Ainhoa Rodríguez erzählt die Geschichte dreier Frauen, die sich in der Monotonie ihres Alltags gefangen fühlen und ausbrechen möchten. In „15 Hours“ von Judith Colell (2020, OmeU) geht es um körperlichen und emotionalen Missbrauch in der Ehe zweier hochrangiger Künstler.

Auch die anderen vier Filme aus den Jahren 2019-2021 (OmdtU / OmeU) spannen einen Bogen von familiären Konflikten bis hin zu gesellschaftlichen Konflikten wie Umweltverschmutzung, Widerstand und Krieg.

Das Filmprogramm in der Sektion Prima Dona Catalana zeugt vom außergewöhnlichen Aufstieg katalanischer Filmemacherinnen und Werken, die in Katalonien produziert wurden und aktuell breite Anerkennung auf nationaler und internationaler Ebene finden. Bemerkenswert ist nicht nur die hohe cineastische Qualität, sondern auch das hohe Maß der Gleichstellung der Geschlechter in der Filmindustrie Kataloniens.

In der zweiten Sektion DOC CAT laufen fünf aktuelle katalanische Dokumentarfilme, die die Vielfalt des Genres unter Beweis stellen. Sie sind hybrid in ihrer Erzählform. Die reine Dokumentation ist mit erzählerischen Mitteln verschmolzen. Diese Dokumentarfilme verfolgen sowohl den Wunsch nach Erkenntnis als auch die Suche nach innovativen stilistischen Mitteln. Drei der Filme kann cinEScultura exklusiv als Deutschlandpremiere zeigen.

Herausragend dabei der Film „Sediments“ (2021, OmeU) von Adrián Silvestre, der am 8. Mai in der filmgalerie zum Gespräch anwesend sein wird. Er stellt die Frage, was uns zu dem macht, was wir sind. In einer außergewöhnlichen Landschaft in einem kleinen Dorf in León erkunden sechs Transfrauen ihre Identität, die ebenfalls wie das Gestein der Berge aus verschiedenen Schichten besteht und sich in mehreren Prozessen geformt hat.

Auch Liliana Torres ist am 4. Mai in der Filmgalerie anwesend, um ihren neuen Film „What went wrong“ (OmeU) mit dem Publikum zu diskutieren. Die Hauptfigur reflektiert ihr bisheriges Liebesleben, analysiert mit ihren Ex-Partnern, was falsch lief und kommt zu überraschenden Einsichten, die auch ihre aktuelle Partnerschaft verändert.

Die vier Filmschaffenden schenken dem Filmfestival zum 15. Geburtstag neben dem Filmgespräch auch eine Master Class: Wie wird aus einer Idee ein Film?
3. Mai, 10 Uhr: Ainhoa Rodríguez
5. Mai, 12 Uhr: Liliana Torres
6. Mai, 10 Uhr: Judith Colell, derzeit auch Präsidentin der Acadèmia del Cinema Catalá und
11. Mai 12 Uhr: Adrián Silvestre.
Ort: Universität Regensburg, Sammelgebäude, Raum 215. Eintritt frei!

Die dritte Sektion SHORT CAT ist den Kurzfilmen gewidmet. In zwei Panels laufen eine aktuelle Auswahl an Kurzfilmen katalanischer Regisseurinnen mit einer sehr persönlichen Vision der Wirklichkeit und die Selektion für den X. cinEScultura Kurzfilmpreis. Die Preisverleihung findet am 7. Mai 2022 um 18:30 in der filmgalerie statt.

Kurzfilmprogramm und cinEScultura-Kurzfilmpreis

Auch die Kurzfilme, mit denen das Festival 2008 seinen Anfang nahm, sind wiederum mit einer eigenen Sektion und dem cinEScultura-Kurzfilm-Preis fester Bestandteil des Festivals. Der Preis wird bereits zum 10. Mal verliehen! Auch ein großer Grund zum Feiern. Die Auswahl der Kurzfilme erfolgt in Zusammenarbeit mit der Internationalen Kurzfilmwoche Regensburg.

Die Kriterien für den cinEScultura-Kurzfilmpreis sind drei: Der Kurzfilm muss die spanische oder lateinamerikanische (Film-)Kultur widerspiegeln, ästhetisch anspruchsvoll sein und sich sowohl für die Lehre als auch für die Forschung eignen. Alle Kurzfilme werden von Studierenden und dem Forschungszentrum Spanien an der Universität Regensburg ins Deutsche übersetzt und untertitelt und eigenen sich daher besonders auch für Schulklassen. Am 1. und am 8. Mai laufen 7 anspruchsvolle Kurzfilme aus Spanien und Lateinamerika.

Die offizielle Preisverleihung für den besten Kurzfilm findet am 7.Mai 2022 um 17 Uhr statt. Die internationale Jury setzt sich zusammen aus der Künstlerin Christine Weissenseel, dem Filmkritiker Michael Fleig und dem spanischen Regisseur Jesús Pulpón zusammen. Alle drei Jurymitglieder sind bei der Preisverleihung anwesend. Der Eintritt ist frei. Die Mitglieder der Jury und das Festivalteam freut sich auf anregende Diskussionen mit dem Publikum.

Alle Filme laufen in der Originalversion mit deutschen bzw. englischen Untertiteln. Gezeigt werden sie in der Filmgalerie im Leeren Beutel, Bertoldstraße 9.

Konzert am 28. April 2022 mit STAY HOMAS im Degginger, Wahlenstraße 17

STAY HOMAS, das ist die fabelhafte Lockdown-Band aus Barcelona, die sich von ihrer Dachterrasse aus auf die großen Bühnen der Welt sang. Die drei Musiker Klaus Stroink, Guillem Boltó und Rai Benet verdanken ihren kometenhaften Aufstieg ihrem Spielwitz, der ihnen auch im härtesten Lockdown nicht abhanden kam. Sie taten, was sie am liebsten tun: Musik machen. Am ersten Tag des spanischen Lockdowns experimentierten sie auf der Dachterrasse ihrer WG in Barcelona mit verschiedenen Rhythmen und Melodien. Neu dabei: Ihre musikalischen Improvisationen teilten sie mit ihren Freunden digital. Und die kleinen Musikclips gingen viral. Mit ihrem ersten „Ausgangssperrenlied“ („Confination Song I“) wurden sie über Nacht weltweit bekannt. 2021/22 geht die Band auf Welttournee, u.a. mit z.T. ausverkauften Konzerten in London, Paris, Buenos Aires und Mexiko D.F. Ihr erstes und bisher einziges Konzert in Deutschland spielen sie exklusiv für cinEScultura in Regensburg.

Karten: 18 Euro / 15 Euro ermäßigt

Ausstellungen

Vom 11. April bis zum 16. Mai zeigt die Stadtbücherei Regensburg, Haidplatz 8, einen Rückblick über 15 Jahre cinEScultura. Die Ausstellung zeigt, wie sich das Projektseminar im Jahr 2008 von einer Kurzfilmwoche zu einem Film- und Kulturfestival entwickelt hat, lässt die kulturellen Reichtümer der Gastländer Revue passieren, wie etwa die Fotoausstellungen mit Francisco Mata Rosas aus Mexiko oder die Konzerte mit Juan Perro, Silvia Perez Cruz, Kiko Veneno oder Rosalía. Anhand der zahlreichen Retrospektiven und Deutschlandpremieren erhalten die Besucher einen guten Überblick über das Filmschaffen in den spanischsprachigen Ländern.

Am 8. Mai 2022 wird im Salzstadel bei der Steinernen Brücke die Fotoausstellung „Jakobsweg und europäische Identität“ eröffnet. Die Ausstellung zeigt mit dem Jakobsweg in Böhmen und Ostbayern Teile des Jakobsweges, die im breiten Bewusstsein nicht so präsent sind. Umrahmt wird die Ausstellung mit einem Konzert des Trios Jean-Claude Benazaet & Entre los mares mit Pilgerliedern und vom Jakobsweg inspiriertem Liedgut in der Jakobskirche in Regensburg um 15:30 Uhr am 8. Mai 2022.

Sommerliches Highlight

Zusätzlich wird es dieses Jahr vom 02.-06. Juni den Spanisch-Deutschen Markt „Spanien an der Donau- Kultur- und Genussmarkt am Neupfarrplatz“ geben.

 

 

Weitere Informationen zum Programm
cinEScultura 2022 auf
www.cinescultura.de

(unbezahlte und unbeauftragte Werbung wegen Namensnennungen)

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Bayernausstellung „Wirtshaussterben? Wirtshausleben!“
Vom 30. April 2022 bis zum 11. Dezember 2022 im Haus der Bayerischen Geschichte in Regensburg.
www.hdbg.de

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Ein Chansonabend mit Liedern von Edith Piaf

Unter dem Himmel von Paris passieren seltsame Dinge. Zum Beispiel das: Unterhalb einer Gaslaterne kommt an einem bitterkalten späten Abend im ersten Winter des Ersten Weltkriegs eine gewisse Edith Giovanna Gassion zur Welt. Und zwar auf dem dunklen Mantel eines Polizisten – in dem Vorort Belleville, Heimat vieler Immigranten. Eine Geschichte, die heute ins Reich der Legenden verwiesen wird, da die Geburtsurkunde ganz prosaisch von einer Klinik in der Nähe spricht. Doch zu passend wäre eine Geschichte wie diese, die sich selbstständig machte wie eine Melodie in der Luft. Diese Edith wurde später zur gefeierten Sangerin Edith Piaf, zum „Spatz von Paris.“ Anhand weltberühmter Chansons wie Milord, Non, je ne regrette rien und La vie en rose, was ins Deutsche übersetzt so viel bedeute wie „durch die rosarote Brille“, werden schlag lichtartig Stationen im Leben der legendären Chansonette beleuchtet. Eine Vita voller Brüche und Triumphe, eine Karriere, die buchstablich auf der Straße beginnt. Der zweite Weltkrieg kommt und somit die deutsche Besetzung Frankreichs. Zunächst tritt Edith in den noch freien Gebieten auf, singt später aber in Paris auch für die Gestapo. Eine Tatsache, die ihre Karriere nicht gefährdet, zumal sie einem ihrer Liederschreiber, dem Juden Michael Emer, zur Flucht verhilft. Plattenaufnahmen, Auftritte in den großen Konzerthallen der Welt, Engagements am Broadway, 1949 ist Piaf ein Weltstar. Aber der Ruhm hat seine Schattenseiten: Unglückliche Beziehungen, Affären, Selbstzweifel, Aufputschmittel, Alkohol, Morphium, am 10. Oktober 1963 fällt für Edith Piaf der letzte Vorhang. Das exzessive Leben hatte seinen Tribut gefordert. Die Piaf stirbt im Alter von nur 47 Jahren in einer Villa an der Cote d‘Azur. Das Drama der „Stimme Frankreichs“ machen Meike Fabian und Matthias Friedrich mit unsterblichen Piaf-Chansons fur einen Sommerabend wieder lebendig. Mit Feingefühl, höchstem Respekt und großtmöglicher Authentizität. Mit einem Schuss Keckheit und einer Prise Melancholie.
Am Piano begleitet Ulli Forster, Claus Bacher spielt das Akkordeon, Melanie Steitmatter zupft den Kontrabass, Matthias Friedrich ist zudem an der Violine zu erleben.
Der Vorverkauf läuft, alle Produktionen www.adk-bayern.com
Termine: 22./23./24/30. April 22 und 7. Mai 22 jeweils um 19.00

Foto: Juliane Zitzlsperger

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